Erneuter Protest gegen Bischof Overbeck

6.8.2011 Die Vertreterinnen und Vertreter vom Forum Essener Lesben und Schwule (F.E.L.S.) sind maßlos enttäuscht über die neuen Worte des Ruhrbischofs Ende Juli in der Süddeutschen Zeitung:,  „Praktizierte Homosexualität ist objektiv sündhaft...“

„Mit der Einführung des Adjektiv „objektiv“ meint Overbeck für sich - und für uns alle verpflichtend - in Anspruch zu nehmen, unabhängig vom Subjekt (homosexueller Mensch) und seinem Bewusstsein (schwul oder lesbisch leben und lieben zu wollen) sachlich und vorurteilsfrei der Unwiderlegbarkeit seiner Behauptung gerecht zu werden“, so F.E.L.S. Sprecher Horst Schmitz empört. Die Enttäuschung bei F.E.L.S. ist um so größer, weil Overbeck noch im letzten Jahr in einem gemeinsamen Gespräch von einer „lernenden Kirche“ sprach; von „Ich will auch Bischof für die Schwulen sein“. Der Ruhrbischof hat seine diskriminierenden Äußerungen wiederum im öffentlichen Raum getan. F.E.L.S. hat darauf reagiert und eine Protestnote verfasst. Doch dabei blieb es nicht alleine. Am Freitag, den 5.8. zog eine große Schar zum Bischofssitz und machte sich lautstark mit Trillerpfeifen bemerkbar. Die eigentliche Aktion bestand aus dem Anbringen von „Warnschildern“ wie man sie aus dem Straßenverkehr kennt mit der Aufschrift: Herr Bischof wird sind objektiv schwul (bzw. lesbisch). Auch der offen schwule Bundestagsabgeordnete Kai Gehring nahm am Protest teil. Sein Fazit: 
„Overbeck wird zum Fall der Antidiskiminierungstelle des Bundestages“.  Im Anschluss wurde gemeinsam eine geschichtliche Ausstellung im Rathaus eröffnet, zu der Overbeck auch eingeladen war. Auch eine Einladung zum Talk beim Ruhr CSD lehnte er ab.

 

 

 

 

Neuauflage des Handlungsprogramms beschlossen

Am 25. Mai hat der Rat der Stadt Essen eine Neuauflage des Handlungsprgramms als Ergebnis von Gespächen mit F.E.L.S. (Forum Essener Lesen und Schwule) und der Statdverwaltung beschlossen. Dies ist eine Neuauflage des ersten, erfolgreichen  Handlungprogramms von 1998.

In den letzten 10 Jahren seit heute konnten viele Maßnahmen tatsächlich  umgesetzt werden und leisteten damit einen wertvollen Beitrag zur Abschwächung von Diskriminierung und Ausgrenzung gegenüber  gleichgeschlechtlichen Lebensweisen in Essen. Schon 2009 empfahl der Rat der Stadt Essen das Handlungsprogramm auf dessen geplante Absicht hinsichtlich Initiierung von  Anti-Diskriminierungsbausteinen und deren Wirksamkeit zu überprüfen und zu aktualisieren. Zwei Jahre wurde von Essener Aktivisten und den Gruppen und Vereinen in konstruktiver Form mit der Stadtverwaltung verhandelt. Das nun fertige Handlungsprogramm 2011 beschreibt die aktuelle 
Situation/Bedingungen unter denen schwule Männer und lesbische Frauen heute in Essen leben und gibt daraufhin ausgerichtete Handlungsempfehlungen. Es soll den politischen Gremien der Stadt Essen  zugeleitet und dort beraten werden. Seine Handlungsempfehlungen sollen Grundlage zukünftigen Handelns sein. Weitere regelmäßige Treffen wurden vereinbart.

Info: Das Handlungsprogramm kann gegen 1,45€ Porto und einem Rückumschlag Din A 4 von der Aids Hilfe Essen zugesendet werden und steht alternativ   hier   kostenlos zum Download bereit.

 

 

 

 

Große Offenheit und gegenseitiger Respekt
Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck sprach mit Vertretern von
Homosexuellen-Organisationen


3.9.2010. Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Vertreter des Forums  Essener Lesben und Schwule (F.E.L.S.) sowie Unterstützer aus  NRW-Landesverbänden haben sich am  Donnerstag, 2. September, im Essener Bischofshaus  zu einem Gespräch getroffen. Anlass waren Äußerungen Overbecks in der ARD-Talkshow „Anne Will“ zur Homosexualität, die zum Teil zu heftigen öffentlichen Kontroversen und Irritationen geführt hatten. Beide Seiten betonten, dass das Gespräch in einer Atmosphäre stattfand, die vom gegenseitigen Respekt und großer Offenheit geprägt war. Der Bischof forderte die Gesprächsteilnehmer auf, „mutig alles zu sagen, was aus ihrer Sicht zu sagen ist“.

Die Vertreter der Schwulen und Lesben machten deutlich, welche Wirkungen die Äußerungen des Bischofs in Teilen der Gesellschaft  gehabt haben , auch wenn sie möglicherweise nicht beabsichtigt gewesen seien.  Auch viele Angehörige von Homosexuellen hätten die Einlassung von Overbeck in der Talkshow als diskriminierend empfunden; sie unterstrichen, dass mit einer sie eher ausgrenzenden Haltung sie die katholische Kirche nicht mehr als  ihre christliche Heimat betrachten können.

Der Bischof betonte, dass er über die Reaktion auf seine Äußerungen in der Sendung Anne Will tief betroffen war. Es sei nicht seine Absicht gewesen, homosexuelle Menschen in irgendeiner Weise zu diskriminieren. Als Bischof sei es ihm darum gegangen, die Lehrmeinung der Kirche wiederzugeben. Danach gehörten eheliche Partnerschaft, Liebe und Sexualität zusammen. Nach katholischer Überzeugung sei das Ideal das auf Kinder ausgerichtete Zusammenleben zwischen Mann und Frau.

Gleichwohl erklärte der Bischof, er sei sich bewusst, dass die Sexualmoral der Kirche in Teilen der Gesellschaft bestritten werde. Dennoch wies er darauf hin, dass es gelte, diese Spannung konstruktiv auszuhalten. Er betonte, dass es ihm grundsätzlich um das friedliche Zusammenleben aller Gruppen der Gesellschaft gehe und er Bischof für alle sein wolle. Overbeck fügte unter Hinweis auf das 2. Vatikanische Konzil hinzu, dass sich die Kirche als eine lernende Kirche verstehe. Insoweit erkenne er an, dass es aus medizinischer und humanwissenschaftlicher  Sicht andere Einschätzungen gebe, die von der Kirche eine Weiterentwicklung fordern.

Overbeck unterstrich in dem Gespräch, dass  sich die Kirche nicht  daran beteiligen wolle, die "Opfergeschichte“ der Homosexuellen weiter  zu schreiben. Der Kirche gehe es immer darum, sich mit den Nöten und Freuden aller Menschen in ihren jeweiligen Lebensbezügen zu beschäftigen.

Der Sprecher von F.E.L.S., Horst Schmitz, und der Landesvorsitzende der AIDS-Hilfe NRW, Klaus-Peter Hackbarth, zeigten sich in der Bewertung des Gesprächs zufrieden. Aus ihrer Sicht sei ein erster wichtiger Dialog auf den Weg gebracht worden, die die Akzeptanzarbeit der katholischen Kirche gegenüber anderen Lebensmodellen befördern werde. Ein wichtiges Indiz hierfür sehen beide in der positiven Würdigung des Bischofs gegenüber der anwesenden Vertreterin der AIDS-Beratung des Essener Diözesancaritasverbandes, Ingrid Hafner. Sie hatte zuvor betont, dass die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen eine Grundvoraussetzung für die Arbeit der Beratungsstellen ist. Schmitz überreichte dem Bischof am Ende des Gespräches eine Liste mit rund 800 Unterschriften von Essener Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit dem Anliegen von F.E.L.S. solidarisch erklären.

 

 

 

 

 

Proteste im Essener Dom - Bischof lässt unter Druck Gespräche zu

Im Essener Dom ist es am 9. Juni erneut zu einem turbulennten Zusammentreffen zwischen dem katholischen Bischof Franz-Josef Overbeck und Schwulen und Lesben gekommen. Bei dem öffentlichen "Domgespräch" des Bischofs mit der früheren Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) nahmen auch 40 bis 60 Schwule und Lesben teil. Der Bischof steht unter Dauer-Kritik, nachdem er im April in der Sendung von Anne Will Homosexualität als Sünde bezeichnet hatte.

Erst in der letzten Woche hatten Schwule und Lesben aus der Ruhrgebietsstadt zunächst bei einer Fronleichnamsprozession gegen den Bischof protestiert und dann einen Tag später zehn Thesen an den Dom genagelt. Das Forum der Essener Lesben- und Schwulengruppen (F.E.L.S.) hatte vergeblich um einen Termin mit dem Bischof gebeten, sie hatten darauf eine nicht von ihm geschriebene Absage bekommen. Daher habe man beschlossen, erneut öffentlich zu stören, berichtet Dietrich Dettmann von F.E.L.S. Es sei "toll, dass auch junge Schwule bei dem Protest gegen den Bischof mitgemacht haben", freut er sich. Einige Besucher des Café Vielfalt, einem Zentrum für LGBT-Jugendliche, waren wieder in T-Shirts mit dem Aufdruck "Gay mit Gott" erschienen.

Als das Gespräch nach einer langen Phase über das Leben Overbecks und über aktuelle Skandale bei seinen Äußerungen in der Sendung "Anne Will" angelangt war, sagte der Bischof: "Ich vertrete als Bischof die lange Tradition der Kirche und das Zeugnis der heiligen Schrift." Ziel der Sexualität sei Liebe und Partnerschaft, zwischen Mann und Frau. Zwar gebe es eine "Spannung zwischen dieser Tradition und dem, was Teile der Gesellschaft zu diesem Punkt vertreten". Es sei jedoch Aufgabe der Kirche zu formulieren, wofür Gott die Menschen geschaffen habe, wie geglücktes Leben gelingen könne, so Overbeck weiter. Es gehe "bei der Wahl der Lebensform nicht um Freiheit von allen Normen, sondern darum, wie man als Christ innerhalb der von Gott gegebenen Normen ein erfülltes Leben führe". Zugleich räumte Overbeck ein, er hätte besser von homosexuellem Handeln als Sünde sprechen sollen und nicht von der Veranlagung an sich.

Wie Dettmann berichtet, habe dieses "Rumgeeiere" den Aktivisten im Publikum nicht gefallen. Ein Paar sei aufgestanden und habe gesagt: "Das reicht uns nicht." Die Aussagen Overbecks seien angesichts einer langjährigen, verantwortungsvollen Liebes-Partnerschaft "ein Schlag ins Gesicht". Auch andere Schwule und Lesben meldeten sich darauf zu Wort und kritisierten den Bischof, bis Andrea Fischer den lautstarken und aufgrund der Akustik chaotischen Protest beenden konnte. Der so unter Druck geratene Bischof versprach, sich nun doch mit Homosexuellen an einen Tisch zu setzen. So geshen ist das Gesprächsangebot als ein Erfolg angesehen werden. Auch war Atmosphäre im Dom war besonders: in der Debatte zum Thema Homosexualität habe es Applaus auch von Gläubigen für die schwulen Stimmen gegeben, und auch in der Diskussion etwa zum Zölbat hat das Kirchenvolk gezeigt, dass es sich nicht mehr alles bieten lasse. Essen ist eine "moderne Großstadt" und sowohl "Bürger als auch Politiker" sind weiterhin von den damaligen Äußerungen des Bischofs empört. (queer.de)

Ein Termin mit Overbeck und der Szene soll nun gefunden werden und dieser wird in Kürze bekannt gegeben.

 

 

 

 

Essener Bischof brüskiert FELS weiterhin

In einer Pressemitteilung vom 26. Mai beklagte sich FELS darüber, dass der Ruhrbischof eine Einladung zu einem klärenden Gespräch bzgl. seiner Äußerungen in der ARD-Talkshow bei  Anne Will nicht beantwortet hat.

Zwischenzeitlich ist ein Antwort eingegangen; anzumerken ist hierbei bereits, dass der Bischof noch nicht mal selber antwortet. FELS ist empört darüber, dass der Bischof angeblich keine Zeit hat, ein Gespräch über seine menschenverachtenden Äußerungen zu führen! Zudem wird wieder ein untauglicher Versuch unternommen sich reinzuwaschen, so nach demMotto „man habe ja nicht gegen Homosexuelle“. Die harte Realität ist: Ein Bischof darf in aller Öffentlichkeit sagen, das „Homosexuelle widernatürlich sind“ und dies ohne eine politische und strafrechtliche Sanktion zu riskieren; und weiterhin werden nach Kirchenrecht schwule Mitarbeiter und lesbischen Mitarbeiterinnen aus dem Kirchendienst entlassen.

Nun wird auch FELS öffentlich: Wir werden am Freitag, den 4. Juni 2010 um 12 Uhr dem Ruhrbischof 10 Thesen an seine (Bischofs-)Tür anschlagen. Thesen, die ihn zum Umdenken bewegen sollen. Wir werden allen Symatisannten sehr dankbar, wenn sie diese für FELS sehr wichtige Aktion begleiten.

Nachrichten Radio Essen: Am 4. Juni ist es zu einem weiteren Protest gegen Overbeck gekommen. Demonstranten haben symbolisch zehn Thesen an den Essener Dom angeschlagen. Zwei der Thesen: "Richte nicht andere; Du gehörst Dir, wir uns!" und "Du hast den Weg Gottes verlassen. Er liebt alle!" Der Protest wurde vom F.E.L.S. organisiert, nachdem Overbeck eine Bitte zum Gespräch abgelehnt hatte.

"Die Auffassung des Bischofs ist eine Katastrophe. Wir fordern dringend vom Bischof eine Entschuldigung", sagte Forumssprecher Horst Schmitz vor dem Bischofssitz der Agentur zufolge.

 

 

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Doppelter Protest gegen Overbeck

Mit T-Shirts machten junge Schwule und Lesben bei einem Fronleichnams-Gottesdienst den Essener Bischof darauf aufmerksam, dass Homosexualität keine Sünde ist. Nachtrag: Am Freitag wurden zehn Thesen an den Dom angeschlagen.

Franz-Josef Overbeck hatte im April in der Sendung "Anne Will" den schwulen Regisseur Rosa von Praunheim angefahren: (Homosexualität) "ist ´ne Sünde. Wissen Sie ja ganz klar und eindeutig, dass es das ist. Das widerspricht der Natur." Diese sei angelegt "auf das Miteinander von Mann und Frau", so der Bischof weiter (queer.de berichtete).

Overbecks Äußerung habe "für Wut, Enttäuschung, Unverständnis und Diskussion" gesorgt, berichtet Marc Claaßen, Leiter des Café Vielfalt, in einer Pressemitteilung. Einige Besucher des Essener Treffs für schwule und lesbische Jugendliche planten danach, "gegenüber Bischof Overbeck, aber auch der Öffentlichkeit ein deutliches Zeichen zu setzen."

Deshalb nahmen einige von ihnen am Donnerstag an der Fronleichnams-Prozession mit Gottesdienst in der Essener Innenstadt teil - und trugen dabei T-Shirts mit dem Namen des Zentrums auf der Brust und dem in Rosa gehaltenen Aufdruck "Gay mit Gott" auf dem Rücken (was nicht nur den Bischof, sondern auch Linguisten und Atheisten verstören könnte).

Mit der Aktion kehrten die Jugendlichen "Bischof Overbeck im wahrsten Sinne des Wortes den Rücken zu", freut sich Claaßen: "Und was er auf ihren T-Shirts in grellen Buchstaben lesen konnte, gefiel ihm wohl überhaupt nicht." Der Slogan habe an das umgangssprachliche "Geh mit Gott" erinnern sollen. "Gleichzeitig macht er aber deutlich, dass Lesben und Schwule auch mit Gott lesbisch bzw. schwul sind. Auch sie haben ein Recht auf - in den Fürbitten beschworenen - Respekt und Toleranz."

Der stille Protest habe sehr unterschiedliche Reaktionen der Gottesdienstbesucher hervorgerufen, laut Claaßen gab es "auffälliges Tuscheln, abfälliges Nase rümpfen, mitleidige Blicke aber auch Zuspruch und handfestes ´Schulterklopfen´". Die Jugendlichen hätten sich schließlich gestärkt gefühlt: "Sie haben nicht geschwiegen! Sie haben sich gewehrt!" (queer.de)

 

 

 

 

Ruhr-CSD-Essen-Akzeptanzpreis geht an Prof. Uta Ranke-Heinemann

01.08.2009 - Das Forum Essener Lesben und Schwule (F.E.L.S.), der Verein Essen Andersrum und die Essener Aidshilfe vergeben auf dem diesjährigen Essener Christopher Street Day (CSD-Ruhr) wieder eine Auszeichnung an eine herausragende Persönlichkeit, die in besonderer Weise dazu beigetragen hat, dass sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für lesbische Frauen und schwule Männer in unserer Stadt Essen verbessern. Wichtig ist hierbei, dass das Wirken des/der Auszuzeichnenden den Abbau von Diskriminierungspotentialen gegenüber der Gruppe gleichgeschlechtlicher Menschen zur Folge hatte und damit auch nachhaltig einen Beitrag geleistet wurde, dass soziokulturelle Lebensumfeld von Lesben und Schwulen in ihren ganz individuellen Lebenssituationen zu verbessern. Erste Preisträgerin war letztes Jahr die ehemalige Oberbürgermeisterin – jetzige Bürgermeisterin – Annette Jäger, dieses Jahr heißt die Preisträgerin Frau Prof. Uta Ranke-Heinemann. Frau Ranke-Heinemann (Foto) hat bereits beginnend in den 70ziger des letzten Jahrhunderts bis heute sich sehr persönlich für die Emanzipation von schwulen Männern und lesbischen Frauen in unserer Gesellschaft eingesetzt. Gerade als Wissenschaftlerin der katholischen Theologie hat sie einen herausragenden Beitrag dazu geleistet, die von der Amtskirche „verordnete“ Einzigartigkeit nur einer lebbaren und tolerierbaren Lebensform – hier die heterosexuelle Partnerschaft – aufzubrechen. Durch ihr vielfältiges Wirken als Autorin und Rednerin auf öffentlichen Veranstaltungen hat sie unermüdlich deutlich gemacht, dass das Gemeinschaftsleben von Menschen in einer Partnerschaft oder in einer Gruppe vielfältiger ist als das was diverse Glaubensdoktrin der letzen Jahrhunderte den Menschen zugestanden haben. Ohne das nachhaltige sehr persönliche Wirken und die Beharrlichkeit zur gesellschaftlichen Anerkennung auch von gleichgeschlechtlichen Lebensformen wären die heute spürbaren Verbesserungen schwul/lesbischen Lebens in unserer Stadt Essen nicht zu verzeichnen.

Die Auszeichnung wird am Samstag, den 1. August 2009 im Rahmen des CSD-Ruhr auf dem Kennedyplatz verliehen werden. Zeitpunkt ca. 17.00 Uhr. Die Laudatio auf die Preisträgerin wird der Oberstadtdirektor der Stadt Essen, Herr Christan Hülsmann, halten. Der Preis wird wie im vergangenen Jahr den Titel Blütenfest-Award tragen. Der Preis wird sowohl an die Geschichte der Verfolgung schwuler Männer und lesbischer Frauen als auch - im Kontext des Regenbogens – an die heute erreichten Möglichkeiten schwul/lesbischen Lebens. Der Name Blütenfest stammt aus den 20er/30er-Jahre; die damaligen Schwulen und Lesben feierten ihre Feste versteckt unter diesem Namen. Ein offenes Fest wie der  RUHR CSD ESSEN am 1. August auf dem Kennedyplatz wäre noch vor 10 Jahren auch in dieser Stadt undenkbar gewesen. (www.ruhr-csd.de)

 

 

 

 

Runder Tisch startet neu
SPD Ratsfraktion stellt Antrag


10.09.2008 - Der Ruhr CSD Essen am 2.8. war ein großer Erfolg. Auf den Kennedyplatz im Herzen der Stadt erlebten im Laufe des Tages und des Abends Tausende ein umfangreiches Show-Programm. Aber auch die politische Botschaft stimmte.  Schon am Nachmittag war es feierlich geworden, als die ehemalige  Oberbürgermeisterin Annette Jäger den „Blütenfest-Award“ überreicht bekam.  Mit dem Preis würdigte die Szene die Toleranz und das Engagement der 
Politikerin für Schwule und Lesben in ihrer damaligen Amtszeit, in der als eines der ersten Städte in Deutschland ein Handlungsprogramm mit der Stadt und F.E.L.S: (Forum Essener Lesben und Schwule) erarbeitet wurde. „Ich fühle mich natürlich sehr geehrt über die tolle Auszeichnung, besonders freue ich mich aber weil ich die erste bin, die diese Auszeichnung bekommen hat“, so Jäger, die gleichzeitig eine neuerliche Wiederaufnahme des Runden Tisches ankündigte: „Ich habe zwischenzeitlich mit dem Vorsitzenden der SPD Fraktion Herrn Pass gesprochen. Die SPD wird zur nächsten Ratssitzung Ende September einen Antrag  einbringen, mit dem Ziel, einen Runden Tisch wieder neu zu installieren, um unter anderem das Handlungsprogramm, was wir vor zehn Jahren erarbeitet haben, wieder neu zu  ergänzen. Und ich möchte mich natürlich auch da wieder gerne persönlich einbringen“. In ihrem Grußwort betonte sie zudem, dass der Christopher Street Day in Essen willkommen sei und dass Menschen – egal welcher geschlechtlichen Ausrichtung – voll integriert werden müssten. [dd]
Infos:
 www.ruhr-csd.de

 

 

 

 

Neue Gespräche mit der Stadt -

Neuauflage des Handlungsprogramms in Arbeit

 

16. 5.2008 - Essen – F.E.L.S., das Essener Forum Essener Lesben und Schwule, trat Mitte Mai erneut mit der Stadt zusammen, um eine Neuauflage des vor 9 Jahren veröffentlichten Handlungsprogrammes zu erarbeiten. 

Stadtdirektor Christian Hülsmann empfing das F.E.L.S. - Team im Rathaus und sagte ein die erneute Aufnahme der Gespräche zu. [dd]

 

 

Stadtdirektor bei der Gaycom

 

29. 9.2007 - Das Schwule Netzwerk NRW lud zur landesweiten Konferenz in die Ruhrmetropole. Das Essener Regattahaus am Baldeneysee wurde am 29. September zum Tagungsort für die Gaycom 2007. Dieses Treffen des Schwulen Netzwerks NRW e.V. vernetzt alle der in der Landes- und Kommunalpolitik tätigen Akteure einer aktiven Minderheitenpolitik für Lesben und Schwule in NRW. Neben etwa 40 Teilnehmern aus allen Regionen traf auch Gastredner Christian Hülsmann (CDU) (Foto, ganz links), seineszeichen Stadtdirektor in Essen ein und berichtete beispielhaft für die Stadt über die Fortschritte der Arbeit mit F.E.L.S. (Forum Essener Lesben und Schwule).   Hier hatte schon vor einigen Jahren ein gemeinsam ausgearbeitetes Handlungsprogramm für Fortschritte auf kommunaler Ebene gesorgt. Aber auch aus verschiedenen anderen Städten berichteten Mitglieder über Fortschritt und die Entwicklung der runden Tische. Essen folgte mit seiner Einladung der Tradition der Städte Köln, Wuppertal, und Dortmund, die seit 2003 diesen „lesbisch-schwulen Städtetag“ ausgerichtet haben. Schwerpunkt der Tagung war außerdem das Thema schwul-lesbischer Jugendarbeit. Außerdem wurde die Situation von schwul-lesbischen Behinderten in NRW skizziert.

In die offene Diskussion rückte natürlich auch das Thema der Kürzungen des Haushalts im letzten Jahr. Hier sprach Sabine Schattmann-Uttke (MGFFI) vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen über Perspektiven der landesweiten Förderpolitik. Ob es zu weitern Kürzungen noch vor den nächsten Landtagswahlen kommen wird, lies sie offen, zeigte aber viel Verständnis und Sachinteresse zum Thema. [dd]

Neuer Sprecher bei  FELS

10. 4.2007 - Essen – F.E.L.S., das Essener Forum Essener Lesben und Schwule, hat einen neuen Sprecher. Es ist Horst Schmitz (Foto, ganz rechts), der Ende August gewählt wurde und nach der Wahl versprach: „Ich möchte versuchen das Forum wieder politisch zu stärken und den Kontakt zur Stadt wieder zu beleben“. In Kürze soll es ein Treffen mit allen Essener Gruppen geben. [dd]

 

 

 

 

 

Die Geschichte von FELS findest du hier

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Regelmäßige Treffen mit verschiedenen Arbeitsfeldern zur Verbesserung der Lebensqualität schwuler und lesbischer Menschen in Essen.

F.E.L.S.

Forum Essener Lesben und Schwule

c/o Aidshilfe Essen

Varnhorststr.17

45127 Essen

Mail: info@fels-essen.de

Essener Szenelinks:

Eine Übersicht über die Essener Szeneaktivitäten findest Du hier:

http://essen.gay-web.de/city-guide/index.shtml

 

Die Seiten des Christopher-Street-Day ( Ruhr-CSD-Essen ) und Hinweise auf andere Events findest Du hier:

http://www.ruhr-csd.de   oder http://www.essenandersrum.de

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